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Aktien Schweiz Eröffnung: Kursgewinne trotz belastendem Handelsstreit

Zürich (awp) - Nach dem leichten Kursknick am Vortag setzt der Schweizer Aktienmarkt am Mittwoch zur Erholung an. Rückenwind kam aus den USA. Die amerikanischen Börsen wurden von den Technologie-Schwergewichten Apple und Microsoft sowie von den Ölkonzernen nach oben gezogen, die vom höheren Erdölpreis profitierten. Dennoch liessen die Handelsstreitigkeiten der USA mit anderen grossen Wirtschaftsmächten wie China und der EU keine grosse Euphorie aufkommen.

Die Investoren würden auf die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump zu weiteren Strafzöllen auf chinesische Waren warten, kommentierte ein Marktteilnehmer. Allerdings hätten sich Trumps Erwartungen, dass China bei genügend Druck nachgebe, zumindest bislang als unrealistisch erwiesen. Die Gefahr sei, dass sich Trump nach einem Debakel mit China wieder der EU widmen könnte. "Eventuelle Strafzölle auf europäische Autos sind noch lange nicht vom Tisch." Zudem herrsche auf dem Börsenparkett weiterhin Sorge um die Schwellenländer, da einige bereits anfällig für eine Rezession seien und mit einer Währungskrise kämpften. Diese Gemengelage bremste die asiatischen Aktienmärkte.

Der Swiss Market Index (SMI) steht gegen 09.09 Uhr um 0,37 Prozent höher bei 8'948,21 Punkten. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) steigt um 0,32 Prozent auf 1'461,96 Zähler und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,33 Prozent auf 10'679,29 Punkte. Von den 30 Aktien im SMI/SLI stehen nur 4 im leicht im Minus, der Rest legt zu.

Die grössten Gewinn unter den Blue Chips zeigen die beiden Luxusgüterhersteller Richemont (+1%) und Swatch (+0,8%), die am Vortag wegen der Sorgen um den US-Handelskonflikt mit China noch Kursverluste hinnehmen mussten. Auch Vifor (+0,9%) und die Schwergewichte Novartis (+0,6%) und Roche (+0,5%) ziehen das Börsenbarometer nach oben.

Bei den Verlierern im SMI/SLI stehen Aryzta mit 2,5 Prozent im Minus, nachdem sie am Vortag einen Kurssprung von 16 Prozent gemacht hatten.

Während Unternehmensnachrichten dünn gesät sind, sorgen mehrere Kurszieländerungen von Banken für Impulse. So stuft die UBS das Rating für Barry Callebaut auf "Neutral" von "Sell" hoch und erhöht das Kursziel auf 1'790 von 1'340 Franken. Die Titel des weltgrössten Schokoladenherstellers legen um 3,6 Prozent auf 1'858 Franken zu. Damit sind die Titel die grössten Gewinner an der Schweizer Börse.

jb/rw