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Schweizerischer Baumeisterverband: LMV-Verhandlungen: Baumeister
suchen Lösungen - Gewerkschaften drohen mit Aktionen
   Zürich (ots) - Für die Sanierung der Frührente Bau sind Lösungen 
auf technischer Ebene im Stiftungsrat FAR in greifbare Nähe gerückt. 
Noch ist die Rettung des flexiblen Altersrücktritts mit 60 nicht 
gesichert. Die Gewerkschaften blockieren Lösungen weiterhin mit dem 
Verharren auf ideologischen Standpunkten. So sind sie nicht bereit, 
bei der Regulierung der Arbeitszeiten einen wesentlichen Schritt auf 
die Baumeister zuzukommen. Jetzt ist es an den Gewerkschaften, sich 
auf die Baumeister zuzubewegen. Statt gemeinsam Lösungen zu suchen, 
polemisieren die Gewerkschaften mit bewussten Falschaussagen 
bezüglich Überstunden und drohen mit Strassenaktionen im Oktober. Die
Baumeister nehmen diese Ankündigungen mit Befremden zur Kenntnis und 
laden die Gewerkschaften ein, am Verhandlungstisch zu bleiben.

   Um auch in Zukunft im Schweizer Bauhauptgewerbe möglichst viele 
Festanstellungen zu sichern, muss vermehrt dann gearbeitet werden 
können, wenn Arbeit da ist. Die Delegierten des Schweizerischen 
Baumeisterverbands haben der Verhandlungsdelegation hier einen klaren
Auftrag gegeben: Bei der Arbeitszeitregelung braucht es im LMV 
substanzielle Verbesserungen. Diese sind durchaus auch im Sinne der 
Bauarbeiter. Ohne Vereinfachungen und Möglichkeiten zur 
Flexibilisierung im Arbeitszeitsystem bleibt den Unternehmen vielfach
nichts anderes übrig, als bei einem schwankenden Auftragsvolumen 
vermehrt auf Temporärmitarbeitende oder Subunternehmer zu setzen. Die
Baumeister fordern eine flexiblere Organisation der Arbeitsstunden 
übers Jahr. Dabei sollen die Bauarbeiter übers Jahr nicht länger 
arbeiten als heute. Die Gewerkschaften wissen das. Das hält sie nicht
davon ab, öffentlich direkt falsche Behauptungen über angeblich 
geforderte 300 Gratisstunden zu verbreiten. Diese Aussage ist falsch 
und verantwortungslos.

   Die Baumeister haben an der 16. Verhandlungssitzung vom 11. 
September 2018 betont, dass sie für Lösungen bereit sind. Wenig 
erfolgsversprechend ist für den Schweizerischen Baumeisterverband 
jedoch das Vorgehen der Gewerkschaften, im Verlaufe der Verhandlungen
immer wieder neue Punkte einzubringen. Dazu passt auch, dass trotz 
der aktuell geltenden Friedenspflicht die Gewerkschaften offen mit 
Störaktionen drohen, wie kürzlich in Genf geschehen. So handelt, wer 
gar keine Lösung will. Vielmehr müssen die Gewerkschaften nun 
beweisen, dass auch sie einen neuen LMV abschliessen und den GAV FAR 
sanieren wollen. Der Baumeisterverband lädt die Gewerkschaften ein, 
ihre Kräfte für die Arbeit am Verhandlungstisch und nicht für 
Aktionen auf Strassen und Baustellen einzusetzen.

   Die Baumeister sind den Gewerkschaften in einem Gesamtangebot 
stark entgegengekommen. Die Baumeister wollen Lösungen. Jetzt ist es 
an den Gewerkschaften, sich zu bewegen.

Originaltext:         SBV Schweiz. Baumeisterverband
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