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EQS-News: Sentis Capital: Meyer Burger vor Weichenstellungen

EQS Group-News: Dynamics Group AG / Schlagwort(e): Sonstiges                   
Sentis Capital: Meyer Burger vor Weichenstellungen                             
                                                                               
06.12.2018 / 17:45                                                             
                                                                               
                                                                               
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MEDIENMITTEILUNG                                                               
Balzers, 6. Dezember 2018                                                      
                                                                               
Sentis Capital sieht Meyer Burger vor entscheidenden Weichenstellungen         
                                                                               
- Eigenproduktion von Heterojunction- (HJT) und Tandemsolarzellen als riesige  
Chance. - Verwaltungsrat muss alle strategischen Optionen prüfen inklusive     
Finanzierung durch Kapitalmarkt. - Meyer Burger muss neue Glaubwürdigkeit      
gewinnen durch Erneuerung des Verwaltungsrats.                                 
                                                                               
                                                                               
Wir haben von Meyer Burger (SIX Swiss Exchange: MBTN) in Erfahrung gebracht,   
dass Wege zur Kommerzialisierung des Hochtechnologieportfolios, insbesondere   
für Prozesse und Equipment zur Herstellung von Heterojunction- (HJT) und       
Tandemsolarzellen evaluiert werden. Dabei wird Meyer Burger von einer Schweizer
Investmentbank unterstützt.                                                    
                                                                               
Sentis Capital PCC, als grösster Einzelaktionär von Meyer Burger Technology AG 
(6.14% Anteil am Aktienkapital), begrüsst diese Vorgehensweise. Auch aufgrund  
eigener Analysen ist Sentis Capital davon überzeugt, dass Meyer Burger bei     
diesen Technologien einen signifikanten kompetitiven Vorsprung besitzt.        
                                                                               
Das schwierige Marktumfeld hält führende Hersteller von Solarmodulen derzeit   
davon ab, trotz klarer Vorteile auf HJT zu setzen. Der Wettbewerbsvorteil auf  
Ebene des Bruttogewinns für den Produzenten liegt gemäss Aussagen von Meyer    
Burger bei rund USD 7ct pro Watt Peak. Die komplette Umstellung bestehender    
Produktionslinien ist jedoch mit hohen Investitionen für den Kunden verbunden  
bei gleichzeitigem Risiko, dass sich der Wettbewerbsvorteil relativ schnell in 
Luft auflöst, ausser der Kunde würde mit Meyer Burger irgendeine Form von      
Exklusivität aushandeln.                                                       
                                                                               
Zu beachten ist, dass Meyer Burger über die erforderliche Erfahrung für eine   
eigene Produktion verfügt: Seit 2013 produziert die Firma am Standort          
Hohenstein-Ernstthal (Deutschland) in einer eigenen Massenfertigung HJT        
Solarzellen. Es stellt sich daher die Frage, warum Meyer Burger sein           
Geschäftsmodell nicht ergänzt und den kompetitiven Wettbewerbsvorteil von netto
USD 7ct pro Watt Peak für sich selber nutzt? Meyer Burger wäre dadurch in der  
Lage, die eigene Technologie zu schützen und direkt von zukünftigen            
Verbesserungen des Wirkungsgrads und dem Durchsatz des Equipments selbst zu    
profitieren.                                                                   
                                                                               
Damit würde Meyer Burger der äusserst erfolgreichen Strategie von First Solar  
(USA) folgen, die durch Schützen ihrer eigenen Technologie und die exklusive   
Bindung ihres Anlagenherstellers in Deutschland, eine Vormachtstellung in einer
Dünnschichttechnologie erreicht und über Jahre Wert für ihre Aktionäre         
geschaffen hat.                                                                
                                                                               
Da Meyer Burger offensichtlich derzeit nicht in der Lage ist, eine Produktion  
von 5 bis 10 GW aus eigenen Mitteln zu finanzieren, müsste unserer Meinung nach
dies entweder durch eine Kapitalerhöhung am Kapitalmarkt oder durch einen      
strategischen Partner erfolgen, der eine entsprechende Prämie zu zahlen bereit 
ist.                                                                           
                                                                               
Als grösster Einzelaktionär von Meyer Burger haben wir den Verwaltungsrat      
aufgefordert, sämtliche Optionen in einem kompetitiven und globalen Prozess zu 
prüfen und die für den Aktionär beste Variante auszuwählen. Es gibt Anzeichen, 
dass der Verwaltungsrat sich davor scheut, dem Kapitalmarkt die womöglich beste
Variante der Finanzierung einer eigenen Produktion über den Kapitalmarkt zu    
präsentieren.                                                                  
                                                                               
Aufgrund der extremen Tragweite dieser Entscheidung für Meyer Burger sollte vom
Verwaltungsrat keine strategische Partnerschaft beschlossen werden, bevor er   
die eigenen Aktionäre über die Attraktivität und Möglichkeiten eines           
Investments informiert hat. Zahlreiche frühere Beispiele belegen, dass         
Partnerschaften zwar für die Partnergesellschaften attraktiv sind, nicht jedoch
für die eigenen Aktionäre, die oftmals nicht gleichermassen am auszuschöpfenden
Potential partizipieren können.                                                
                                                                               
Meyer Burger hat in seiner Presseaussendung vom 16. Oktober bereits            
angekündigt, dass Änderungen auf Ebene der Geschäftsleitung und Verwaltungsrat 
vorgenommen werden. Wir gehen davon aus, dass diese Anpassungen möglichst      
zeitnah erfolgen, damit die neue Führungsriege diesen strategischen Wandel     
glaubwürdig gegenüber dem Kapitalmarkt präsentieren kann.                      
                                                                               
                                                                               
Anton Karl, Mark Kerekes,                                                      
Verwaltungsräte Sentis Capital PCC, ein Tochterunternehmen der Elbogross SA    
                                                                               
                                                                               
Weitere Auskunft:                                                              
Dynamics Group AG                                                              
Andreas Durisch                                                                
Tel: +41 79 358 87 32                                                          
E-Mail: adu@dynamicsgroup.ch                                                   
                                                                               
                                                                               
                                                                               
Über Sentis Capital                                                            
Sentis Capital PCC, Balzers, ist ein Tochterunternehmen der Elbogross SA und   
zuständig für Treasury Management und Kapitalmarktveranlagung der gesamten     
Firmengruppe. Elbogross SA ist eine Holdinggesellschaft mit Sitz in der        
Schweiz, welche zu 100 % im Eigentum von Petr Kondrashev mit Wohnsitz in       
Niederösterreich steht. Die Geschäftsbereiche der Elbogross SA entstammen einem
früheren Industriekonglomerat im Bereich Mineraldüngemittel. Heute liegt der   
Schwerpunkt der Aktivitäten auf Unternehmensbeteiligungen und Real Estate.     
                                                                               
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Zusatzmaterial zur Meldung:                                                    
                                                                               
Dokument: http://n.eqs.com/c/fncls.ssp?u=AKRPGRHNHR                            
Dokumenttitel: Sentis_MM_MBTN vor Weichenstellung_6.12.2018                    
                                                                               
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Ende der Medienmitteilung                                                      
                                                                               
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755313  06.12.2018