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Schweizerischer Baumeisterverband: SBV-Publikation "Zahlen und Fakten"
- Benötigten Wohnungsbau in Städten nicht mit Eigenmittelregulierung
bremsen
   Zürich (ots) - Der Wohnungsbau in der Schweiz ist auf hohem Niveau
leicht rückläufig. In den Stadtzentren und in den Agglomerationen 
herrscht jedoch weiterhin eine sehr hohe Nachfrage. Der Bau von 
Wohnungen darf in dieser Situation nicht durch Überregulierungen wie 
beispielsweise über höhere Hürden für Kreditvergaben der Banken im 
Rahmen der Eigenmittelverordnung erschwert werden. Der Markt reagiert
differenziert - Überregulierungen sind fehl am Platz. Eine 
detaillierte Übersicht über die Leerquoten nach verschiedenen 
Gemeindetypen bietet die Publikation Zahlen und Fakten des 
Schweizerischen Baumeisterverbands, die heute erschienen ist.

   Die Leerquoten bei Wohnungen sind vor allem in ländlichen und 
touristischen Gemeinden gestiegen. In den Stadtzentren und ihren 
Agglomerationen hingegen herrscht weiterhin eine hohe Nachfrage. 
Gerade dort werden aber auch die meisten Mietwohnungen gebaut. Der 
Wohnungsmarkt reagiert regional sehr differenziert auf die Nachfrage 
und die Bautätigkeit.

   Der Markt spielt

   Der SBV stellt fest, dass die Ungleichgewichte im Wohnungsbau 
bereits abgebaut werden. So dürfte 2019 die Zahl neu erstellter 
Wohnungen sinken. In diesem Segment ist die Anzahl der 
Baubewilligungen gesunken und der Auftragsbestand ist nicht weiter 
gestiegen. Dementsprechend ist der Umsatz im ersten Quartal 2019 im 
Wohnungsbau leicht geschrumpft. Investoren scheinen ebenfalls 
vorsichtiger geworden zu sein, da die Rendite auf Mehrfamilienhäuser 
per Ende 2018 bei 3.5% zum Stehen gekommen ist.

   Entspannung bei Mieten in den Städten

   Die Mieten für frei auf dem Markt verfügbare Wohnungen liegen noch
immer über jenem Mietniveau, das langjährige alteingesessene Mieter 
zahlen. Die neuen Mietwohnungen in den Stadtzentren und 
Agglomerationen werden helfen, diese Schere weiter zu schliessen und 
die Mieten werden zunehmend erschwinglicher. Dies ist umso wichtiger,
weil ein Ausweichen auf Eigentumswohnungen immer schwieriger wird. In
den letzten Jahren sind die Preise für Eigentumswohnungen stark 
gestiegen und ihre Leerquote ist mit 1.0% weiterhin tief.

   Überregulierungen sind fehl am Platz

   Die Zinsen dürften frühstens 2020 ansteigen. Die Schweizerische 
Nationalbank ist über den Wechselkurs an die Geldpolitik der 
Europäischen Zentralbank gebunden. Letztere hat angekündigt, die 
Zinsen nicht vor 2020 anzuheben. Als Konsequenz der tiefen Zinsen hat
das Hypothekarvolumen in der Schweiz 1-Billion-Franken-Grenze 
überschritten. Die Aufsichtsbehörden überlegen daher, die 
Kreditvergabe durch die Banken per 1.1.2020 zu bremsen. Hierzu soll 
die Selbstregulierung der Branche oder die Eigenmittelverordnung 
verschärft werden, wovon in erster Linie Wohnrenditeliegenschaften 
betroffen wären. Die entsprechende Vernehmlassung zur Änderung der 
Eigenmittelverordnung läuft bis zum 12. Juli. Besondere 
Aufmerksamkeit benötigen zwar Neuwohnungen in ländlichen Regionen. In
Stadtzentren und Agglomerationen hingegen besteht weiterhin Bedarf an
neuen Wohnungen. Die Regulierungsanpassung sollte diesem Bau 
möglichst nicht im Wege stehen.

   Die Publikation "Zahlen und Fakten"

   "Zahlen und Fakten" bietet einen Panoramaausblick über das 
Baugewerbe im Jahr 2018: Wieviel Umsatz trägt jedes Segment im 
Hochbau und Tiefbau ein? Wie produktiv ist das Baugewerbe? Wie 
entwickeln sich Preise und Kosten? Welche Spannungsfelder bestehen im
Wohnungsmarkt? Wie stark stechen die Löhne im Bauhauptgewerbe im 
Vergleich zu anderen Branchen hervor? Spannende Einblicke bieten sich
zudem, wenn man die einzelnen Themengebiete miteinander verknüpft.

Bildmaterial zum Download:
Grafik Leerwohnungsziffer nach Gemeindetyp: 
http://ots.ch/REz0bT

Weitere Informationen:

Die Publikation "Zahlen und Fakten" als PDF: 
http://ots.ch/5nK95P 
Die Mobile App "BauFakten": 
http://ots.ch/MFr3EP

Originaltext:         SBV Schweiz. Baumeisterverband
Digitale Medienmappe: http://www.presseportal.ch/de/nr/100051907
Medienmappe via RSS : http://www.presseportal.ch/de/rss/pm_100051907.rss2

Kontakt:
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