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LafargeHolcim-Aktie nach Schmidheiny-Platzierung tiefer

Zürich (awp) - Die Aktien des Zementkonzerns LafargeHolcim sind am Mittwoch klar tiefer in den Handel gestartet. Am Vorabend hatte Grossaktionär Thomas Schmidheiny angekündigt, seinen Anteil auf "minimal 7,2 Prozent" von zuletzt 10,9 Prozent zu reduzieren.

LafargeHolcim notieren kurz nach Handelsstart 3,0 Prozent tiefer auf 48,77 Franken. Der Gesamtmarkt gemessen am SMI verliert aktuell 0,6 Prozent auf 9'781 Punkte.

Als Grund für den Verkauf hatte Schmidheiny in einer Mitteilung am Vorabend eine Diversifizierung seines Beteiligungsportfolios genannt. Diese erfolge auch in Absprache mit der Familie im Hinblick auf eine "sorgfältige Vorsorge- und Erbplanung".

Die Reduktion soll den Angaben zufolge in zwei Tranchen erfolgen: 2,4 Prozent als Block-Trade und 1,3 Prozent über eine derivative Struktur über Call-Optionen. Händlern zufolge lag der Angebotspreis für die im Rahmen des Block-Trades offerierten 15,45 Millionen Aktien bei 48,70 Franken.

Nach Einschätzung des Analysten der UBS hat die Platzierung keinen Einfluss auf die operative Leistung von LafargeHolcim. Thomas Schmidheiny sei einer der Architekten der Fusion von Holcim mit Lafarge im Jahr 2014 gewesen und war bis zur Generalversammlung 2018 Mitglied im Verwaltungsrat. Die UBS bewertet LafargeHolcim mit "Neutral" bei einem Kursziel von 48 Franken.

yr/ra