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Aktien Schweiz Eröffnung: Anleger halten sich zum Wochenschluss zurück

Zürich (awp) - Am Ende einer erneut volatilen Woche halten sich die Anleger am Schweizer Aktienmarkt zurück. Der Leitindex SMI startet nach einem Spurt über mehr als 12 Prozent innerhalb von drei Tagen denn auch in der Verlustzone am Freitag. Wie aber bereits der Kursverlauf am Donnerstag gezeigt hat, könnte sich diese Tendenz spätestens mit der Eröffnung der Wall Street ändern.

Laut Händlern sind die Investoren derzeit hin- und hergerissen. So raten zwar einige Investmenthäuser schon wieder zu einer Rückkehr in Aktien. Auf der anderen Seite sei die Angst vor einer Bullenfalle - insbesondere, falls die Rezession tiefer und länger als erwartet ausfallen sollte sehr gross. Zudem sei es angesichts der Flut an negativen Nachrichten für viele Anleger schwierig, sich schon wieder auf Aktien zu stürzen. Zahlreiche Stimmen am Markt warnen darüber hinaus davor, dass es sich bei den starken Pluszeichen der vergangenen Tage vielmehr nur um eine Gegenbewegung und noch nicht den Beginn einer nachhaltigen Erholung handelt.

Der SMI verliert gegen 09.20 Uhr 1,55 Prozent auf 9'061,24 Punkte. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind, sinkt um 1,63 Prozent auf 1'336,01 und der breite SPI um 1,36 Prozent auf 10'995,64 Zähler. Alle 30 SLI-Werte bis auf Lonza (+0,1%) geben nach.

Einmal mehr sind die beiden Grossbanken CS (-3,3%) und UBS (-2,9%) unter den grössten Verlieren zu finden. Trotz aller Hilfsmassnahmen von Regierung und Notenbank bleiben die Sorgen bestehen, dass gerade Banken besonders stark unter der aktuellen Situation leiden.

Analystenkommentare lasten derweil auf den Aktien vom Warenprüfkonzern SGS (-2,6%) und Kühne + Nagel (-2,3%). Bei Givaudan (-2,5% oder 150 Franken) sehen die Kursabgaben optisch zwar noch grösser aus. Allerdings werden die Titel an diesem Tag ex-Dividende von 62 Franken gehandelt.

Auch LafargeHolcim (-2,3%) fallen zurück. Der Baustoffkonzern rechnet im zweiten Quartal mit deutlichen negativen Auswirkungen durch die Corona-Krise und kassiert seinen Ausblick für das laufende Jahr.

hr/ra