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Aktien Schweiz Eröffnung: SMI sucht nach Richtung

Zürich (awp) - Die Investoren bleiben auch zu Wochenbeginn nervös: Für den Schweizer Aktienmarkt bedeutet das eine Berg- und Talfahrt im frühen Handel. Nach einem freundliche Start, ist der Leitindex SMI schnell ins Minus gedreht und verzeichnet aktuell Verluste von etwa einem halben Prozent. Laut Händlern ist die Unsicherheit weiter hoch. So stiegen am Wochenende die Corona-Fallzahlen in den USA deutlich an und auch die Anzahl der an dem Virus Gestorbenen nahm zu. In Italien flachte der Zuwachs hingegen zwar ab, befindet sich aber immer noch auf einem sehr hohen Level.

Vor diesem Hintergrund steigen die Sorgen über die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie. Die meisten Experten gehen mittlerweile von einer Rezession im ersten Halbjahr aus, und auch weitere Unternehmen fühlen sich veranlasst, ihre Schätzungen anzupassen. Zwar haben Regierungen und Zentralbanken bereits Massnahmen und milliardenschwere Hilfspakete angekündigt und geschnürt - die Frage bleibe aber, ob das alles reiche, heisst es von Händlerseite. Zahlreiche Daten, die im Laufe dieser Woche erwartet werden, dürften einen Eindruck geben, was zu erwarten ist. So hat sich etwa das Stimmungsbild in der Schweiz deutlich eingetrübt, wie das monatlich veröffentlichte Barometer der Konjunkturforscher der ETH Zürich zeigt.

Der SMI verliert gegen 09.20 Uhr 0,28 Prozent auf 8'971,47 Punkte. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind, sinkt um 0,47 Prozent auf 1'314,15 und der breite SPI um 0,32 Prozent auf 10'897,10 Zähler. Von den 30 SLI-Werten fallen 18 zurück und zwölf steigen.

Hierzulande haben mit ABB (-5,0% oder -0,865 Franken) und Schindler (-2,1%) gleich zwei Blue Chips ihre bisherigen Prognosen für das laufende Geschäftsjahr kassiert. Allerdings werden ABB am Montag ex-Dividende (0,80 Franken/Aktie) gehandelt, was den Grossteil des Abschlags ausmacht.

Mit Adecco, AMS und Temenos stehen noch weitere Zykliker auf den Verkaufslisten der Investoren, wie die Abgaben zwischen 2,1 und 2,5 Prozent zeigen.

Darüber hinaus trifft es auch erneut Finanztitel: Neben den beiden Grossbankenwerten UBS (-2,2%), CS (-2,2%) trifft es auch Swiss Re (-2,2%) und Swiss Life (-2,2%). Allerdings hatte gerade die Finanzbranche in der vergangenen Woche besonders deutlich zugelegt.

hr/ys