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2019 wurden 349 Stiftungen neu gegründet

Bern (awp/sda) - In der Schweiz sind 2019 wieder mehr Stiftungen gegründet worden als im Vorjahr. 349 waren es und die Zahl der Stiftungen erreichte 13'293. Gleichzeitig löste sich mit 216 auch eine Rekordzahl von Stiftungen auf.

Das Bild einer Stiftung orientiere sich heute in der Schweiz immer noch am klassischen Vorbild, hält der am Dienstag veröffentlichte Stiftungsreport fest. Ein Erblasser bestimme sein Vermögen einem bestimmten Zweck und richte daraus Vergabungen aus.

Der Report zeichnet aber ein anderes Bild: Es gebe eine Vielfalt von Stiftungen wie Dachstiftungen oder Verbrauchsstiftungen. 70 Prozent der Stiftungen sind demnach in den letzten 30 Jahren entstanden, heisst es weiter.

Von den gemeinnützigen Umweltstiftungen wurden über 40 Prozent erst nach 2010 gegründet. Mit Politik und Interessenvertretung oder Umweltschutz haben gesellschaftliche Themen bei neuen Stiftungen ein immer grösseres Gewicht.

Wie der Stiftungsreport weiter ausweist, konnten der Verband Swissfoundations und andere Akteure 2019 verhindern, dass der Bundesrat die Bestimmungen des automatischen Informationsaustausch auf gemeinnützige Stiftungen ausweitet. Die Landesregierung wollte Stiftungen und Vereine wie Finanzinstitute der Meldepflicht zum Kampf gegen Steuerhinterziehung unterstellen.

Der Schweizer Stiftungsreport erscheint 2020 in seiner zehnten Ausgabe und wird jährlich vom Center for Philanthropy Studies (CEPS) der Universität Basel, von Swissfoundations, dem Verband der Schweizer Förderstiftungen, und dem Zentrum für Stiftungsrecht an der Universität Zürich publiziert.