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US-Botschafter McMullen: Lonza "perfektes Beispiel" für gute Zusammenarbeit

Zürich (awp) - Der Lifescience-Konzern Lonza ist im Zusammenhang mit dem US-Unternehmen Moderna und dessen Impfstoff in den Fokus geraten. Lonza soll den Wirkstoff für die begehrte Impfung herstellen, sobald sie auf den Markt kommt. Im Interview mit dem "Tagesanzeiger" (Online am 22.05.) dementiert US-Botschafter Ed McMullen, dass die USA Druck auf Lonza ausüben, um als Erste an einen Corona-Impfstoff zu kommen.

Man werde selbstverständlich einen Corona-Impfstoff mit der Welt teilen, sollte dieser in den USA entdeckt werden, sagte McMullen im Interview. "Jedes Land, das in dieser Krise Daten zurückhält, Wissenschaftler behindert und Resultate nicht teilt, setzt sich den harten Fragen aller anderen Länder aus", ergänzte er.

Dass die USA Druck ausübe, dass ein von Lonza in der Schweiz hergestellter Impfstoff zuerst in die USA geliefert werden soll, sei nicht wahr. Die Zusammenarbeit von Moderna und Lonza sei im Gegenteil ein perfektes Beispiel dafür, wie die USA und die Schweiz bei der Bekämpfung dieser Epidemie zusammenarbeiten. Lonza sei ein wichtiger Teil der amerikanisch-schweizerischen Partnerschaft.

Schliesslich habe Lonza Anfang Mai ein 10-Jahres-Kooperationsabkommen mit Moderna unterzeichnet. "Diese Vereinbarung wird die Massenherstellung von Modernas Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus ermöglichen, den die US-Regierung mit 500 Millionen Dollar unterstützt", sagte McMullen. Sowohl in den USA als auch in der Schweiz und weltweit seien Produktionslinien von Lonza geplant. So könnten 1 Milliarde Dosen des Impfstoffs weltweit verfügbar gemacht werden.

mk/tp