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St. Galler Kantonsrat entscheidet über die Zukunft der Spitäler

St. Gallen (awp/sda) - Im Kanton St. Gallen sollen fünf Landspitäler geschlossen werden. Am Mittwochvormittag hat die Beratung des Kantonsrats über die künftige Spitalstrategie begonnen, in der einschneidende Beschlüsse erwartet werden.

Vor dem Beginn der Debatte im provisorischen Ratssaal in der Olma-Halle wurden die Kantonsrätinnen und Kantonsräte von den Mitgliedern einer Kundgebung empfangen: Ein Bürgerforum, das sich für den Erhalt des Regionalspitals Wattwil einsetzt, hatte zu einer Demonstration aufgerufen.

Für die Debatte über die Spitalstrategie sind innerhalb der Septembersession zwei Tage eingeplant. Erwartet wird, dass sich letztlich die Eckpunkte des Regierungsvorschlags gegen den Widerstand der Vertreterinnen und Vertreter aus den Regionen durchsetzen werden.

Damit könnte es künftig im Kanton St. Gallen mit St. Gallen, Grabs, Uznach und Wil bald nur noch vier statt wie bisher neun Spitalstandorte geben. Das Angebot würde durch fünf regionale Gesundheits- und Notfallzentren (GNZ) ergänzt. Sie sind an den Standorten der bisherigen Landspitäler geplant.

Ein Spezialfall ist das Spital Walenstadt. Dort soll zuerst eine Zusammenarbeit mit den Kantonen Glarus und Graubünden abgeklärt werden. Zu den weiteren Massnahmen gehören Einsparungen durch die Spitalverbunde und wiederkehrende Staatsbeiträge für die Finanzierung der Notfallversorgung.