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Schweizer Konsumenten ändern laut Studie ihr Einkaufsverhalten

Zürich (awp) - Mit Corona hat sich das Einkaufsverhalten in der Schweiz spürbar verändert. So wird beispielsweise vermehrt im Internet eingekauft und auch weniger Geld ausgegeben, wie eine Studie zeigt. Diese Trends dürften den Handel weiterhin beschäftigen.

Die Konsumentinnen und Konsumenten hätten im Zuge der Pandemie ihre Ausgaben allgemein reduziert, schreibt die Unternehmensberatung AlixPartners in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie. Rund um den Globus hat AlixPartners im Januar knapp 7'200 Konsumenten befragt. Deren 765 waren es in der Schweiz.

Wenig überraschend haben die meisten Befragten hierzulande angegeben, dass sie seit Ausbruch der Pandemie für Reisen, Gastrobesuche oder für Unterhaltung und Kultur weniger ausgegeben haben. Reisen ins Ausland sind nach wie vor nur beschränkt möglich und Restaurants, Theater oder Kinos bleiben zu.

Zurückhaltung bleibt

Doch auch sonst überlegen sich viele Konsumenten, ob sie das Portemonnaie öffnen sollen oder nicht. In 14 von 15 in der Befragung aufgelisteten Bereichen wurde weniger Geld ausgegeben als noch vor der Krise. Einzig bei den Lebensmitteln war das nicht so.

Ansonsten haben Schweizerinnen und Schweizer etwa beim Kauf von Sportausrüstung, Produkten für die Wohnungseinrichtung sowie für Bekleidung oder Schuhe Vorsicht walten lassen. Das war auch bereits bei der letzten Befragung im vergangenen Sommer der Fall und dürfte wohl noch so weitergehen, heisst es in dem Bericht.

Denn die Schweizer Befragten gaben an, dass sie auch in Zukunft ihre Ausgaben vor allem in den Bereichen Unterhaltung und Kultur, Reisen, Beauty-Produkte und -Services sowie Wohnungseinrichtung und Bekleidung kürzen werden.

Online-Handel profitiert

Profiteur der Krise ist hingegen der Online-Handel. In der Studie von AlixPartners gab fast ein Drittel der Konsumenten an, dass sie ihre Bekleidung vermehrt im Internet kaufen wollen. Der Trend hin zu E-Commerce dürfte noch zunehmen, etwa auch bei den Lebensmitteln.

Sollte sich die Pandemie-Lage normalisieren, dürften die Menschen wohl auch nicht gleich die Innenstädte stürmen. Denn nach wie vor haben rund 40 Prozent der befragten Konsumentinnen und Konsumenten gesundheitliche Bedenken, wenn es ums Einkaufen geht. Etwa gleich viele gaben an, finanzielle Sorgen zu haben.

Die Händler müssten sich also auf die veränderte Ausgangslage einstellen, heisst es in der Mitteilung. So müssten etwa die Hygienemassnahmen weiter auf einem hohen Niveau gehalten und das Produktportfolio auf das Budget der Kunden ausgerichtet werden.

Immerhin seien aber noch immer rund die Hälfte der Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten mit Blick auf die Gesundheit und ihren Geldbeutel in der Studie zuversichtlich gestimmt. Damit stehe die Schweiz im internationalen Vergleich gut da, heisst es.

mk/kw