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Aryzta schreibt im ersten Halbjahr Gewinn

Zürich (awp) - Der sich im Umbau befindende Backwarenkonzern Aryzta hat in der ersten Jahreshälfte seines Geschäftsjahres 2021/22 nach einem Verlust im Vorjahr wieder einen Gewinn verbucht. Aktuell machen dem Unternehmen die hohen Inputkosten zu schaffen. Doch das Management sieht sich gut gerüstet, um diesen zu begegnen.

Aryzta setzte von August 2021 bis Januar 2022 mit seinem fortgeführten Geschäft, also insbesondere ohne das verkaufte Brasilien-Geschäft, 835,3 Millionen Euro um. Das entspricht einer organischen Steigerung um 13,3 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Dabei seien 11,3 Prozent auf reines Volumenwachstum zurückzuführen, 2,0 Prozent auf höhere Preise und eine Verbesserung des Geschäftsmix.

Der bereinigte Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) des fortgeführten Geschäfts erhöhte sich um 36,7 Prozent auf 104 Millionen Euro. Die entsprechende Marge stieg auf 12,5 Prozent nach 11,4 Prozent im Geschäftsjahr 2020/21. Unter dem Strich resultierte ein Gewinn von 9,6 Millionen Euro. Im ersten Semester des Vorjahres hatte Aryzta noch einen Verlust von 16,4 Millionen verbucht.

Preise weiter erhöhen

Aktuell hat Aryzta wie viele Firmen mit erheblichen Preissteigerungen zu kämpfen. Die Inflation bei allen Inputkosten setze ihren Aufwärtstrend fort, namentlich bei Arbeitskosten, Rohstoffen, Kosten für Logistik und insbesondere bei der Energie, so das Unternehmen. Und die Preise seien weiterhin sehr volatil.

Das Management gibt sich zuversichtlich, dass Aryzta über ein "gut etabliertes professionelles Beschaffungsteam verfügt, das alle wichtigen Inputs überwacht". Die Verträge von Aryzta seien allerdings weitgehend abgedeckt und neue Ausschreibungen würden zu Spotpreisen durchgeführt. Zudem habe das Unternehmen die Steuerung des Ausschreibungsverfahrens und der Preisgestaltung deutlich verbessert. Das habe vermehrt zu Vertragsverlängerungen und Preisdiskussionen geführt.

Man konzentriere sich zudem darauf, die Effizienz zu steigern und die Kosten zu managen. Für das laufende zweite Halbjahr geht das Management allerdings davon aus, die Preise weiter signifikant erhöhen zu müssen, um der Inflation der Inputkosten entgegenzuwirken.

Dennoch ist man optimistisch, ein organisches Umsatzwachstum von 12 bis 14 Prozent sowie die angepeilte EBITDA-Marge von 12,5 Prozent bis im Jahr 2023 zu erreichen.

tv/rw