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Aluflexpack macht deutlich mehr Gewinn - verzichtet aber erneut auf Dividende

Reinach (awp) - Der Verpackungsspezialist Aluflexpack hat im Geschäftsjahr 2021 seinen Gewinn deutlich gesteigert. Der Reingewinn lag mit 14,2 Millionen Euro rund 58 Prozent über dem Vorjahresergebnis, blieb aber hinter den Analystenschätzungen zurück (16,5 Mio).

Beim bereinigten Betriebsgewinn (EBITDA) vor Einmaleffekten gelang ein Plus um 11,9 Prozent auf 41,8 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstagabend mitteilte. Vor allem zum Jahresende hin hätten sich die Geschäfte unerwartet gut entwickelt, heisst es. Die EBITDA-Marge stieg leicht auf 15,7 Prozent von 15,6 Prozent.

Steigende Kosten für Rohmaterialien wirkten sich negativ auf das Ergebnis aus. Betroffen waren vor allem Flüssig- und Plastikinputmaterialien sowie Verpackungen für den Transport. Durch die Erhöhung der Effizienz hätten diese Kostensteigerungen teilweise abgefedert werden können.

Auf eine Dividende müssen die Aktionäre aber erneut verzichten. Die frei verfügbaren Mittel sollen stattdessen in die Wachstumsprojekte der Gruppe fliessen.

Deutliches Umsatzwachstum

Bereits Anfang Februar hatte Aluflexpack seine Umsatzzahlen bekannt gegeben. Der Umsatz stieg um 11,1 Prozent auf 266,1 Millionen Euro. Gestützt worden sei das Wachstum vor allem durch den Ausbau des Geschäfts in den Endmärkten Tiernahrung und Kaffee/Tee.

Auch das Süsswaren-Geschäft erholte sich nach Einbrüchen in der Corona-Krise wieder deutlich. Hingegen sanken die Umsätze mit Pharma-Verpackungen, da sich Krankheiten durch die Corona-Einschränkungen weniger verbreiteten und weniger Medikamente gefragt waren.

Aluflexpack investierte 2021 laut eigenen Angaben insgesamt 45,9 Millionen Euro, vorranging in den Ausbau der Kapazitäten. Ende 2022 soll eine neue Fabrik in Kroatien den Betrieb aufnehmen. Der Ausbau verlaufe bisher nach Plan, heisst es.

Prognose bestätigt

Trotz der geopolitischen Unsicherheiten bestätigte Aluflexpack den im Februar publizierten Ausblick für 2022. Das Unternehmen rechnet mit einem Nettoumsatz in einer Bandbreite von 310 bis 330 Millionen Euro. Zudem soll der EBITDA vor Sondereffekten zwischen 35 und 40 Millionen Euro zu liegen kommen.

Vom Ukraine-Krieg ist das Unternehmen nach eigenen Angaben nur wenig betroffen. Der Nettoumsatz mit Kunden in der Ukraine und Russland betrage weniger als 1 Prozent am Gesamtumsatz der Gruppe.

cg/uh