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Aktien Schweiz Vorbörse: Wenig verändert gesehen - Konjunktursorgen halten an

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt wird am Donnerstag nach verhaltenen Vorgaben aus den USA und aus Fernost wenig verändert erwartet. Nach wie vor belasten laut Händlern die Zins- und Konjunktursorgen die Anleger und hielten sie von grösseren Engagements ab. "Damit ist bleibt die erhoffte Erholung wohl weiterhin Wunschdenken", meint ein Börsianer. Denn derzeit würden festere Kurse eher zum Ausstieg als tiefere zum Einstieg benützt. "Sell the Rally, lautet das Motto."

Am Vortag hatte US-Notenbankchef Jerome Powell mit seiner Rede vor dem Bankenausschuss des US-Senats auch nicht wirklich zu einer besseren Stimmung beigetragen. Zwar bezeichnete er die US-Wirtschaft als "sehr stark", und sie könne die Erhöhungen des Leitzinses wegstecken. Aber eine Rezession könnte "sicherlich ein mögliches Resultat der strafferen Geldpolitik sein", so der Notenbank-Chef. Auch die tieferen Ölpreise stimmten die Marktteilnehmer in der Folge nicht positiv. Vielmehr werden diese als Zeichen einer wirtschaftlichen Abschwächung interpretiert. Damit dürften die Konjunkturzahlen derzeit weiterhin die stärksten Impulsgeber bleiben, heisst es weiter. Auf dem Programm stehen am Berichtstag beidseits des Atlantiks Einkaufsmanagerindizes.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete SMI notiert gegen 8.15 Uhr um 0,11 Prozent tiefer mit 10'501,04 Punkten. Alle SMI-Titel bis auf Novartis werden um bis zu 0,3 Prozent niedriger indiziert.

Novartis (+0,3%) profitieren vorbörslich von einer US-Zulassung. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat die Krebs-Kombinationstherapie Tafinlar plus Mekinist zugelassen. Die Kurse für die beiden anderen SMI-Schwergewichte Roche und Nestlé (je -0,2%) sind dagegen ein wenig tiefer gestellt.

Auf den hinteren Rängen fallen Cosmo (+2,6% auf 45,12 Fr.) positiv auf. Credit Suisse hat die Bewertung für die Aktien das Pharmaunternehmens nach der Übernahme von Cassiopea mit "Outperform" und einem Kursziel von 64 Franken wieder aufgenommen.

Um 0,3 Prozent höher indiziert sind zudem SPS. Die Immobilien-Gesellschaft hat im ersten Halbjahr grosse Vermietungserfolge verzeichnet und gibt sich entsprechend zuversichtlich für den weiteren Jahresverlauf.

pre/rw