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Aktien Schweiz Eröffnung: Schwächer - Konjunktursorgen stimmen vorsichtig

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt gibt am Donnerstag im frühen Handel nach. Nach wie vor belasteten Zins- und Konjunktursorgen die Märkte und stimmten die Anleger vorsichtig, sagen Händler. Eine Erholung bleibe wohl Wunschdenken, meint ein Börsianer. Denn derzeit würden festere Kurse eher zum Ausstieg als tiefere zum Einstieg benützt. "Sell the Rally, lautet das Motto."

Am Vortag hatte US-Notenbankchef Jerome Powell die Anleger verunsichert. Er bezeichnete die US-Wirtschaft zwar als "sehr stark", und sie könne die Erhöhungen des Leitzinses wegstecken. Aber eine Rezession könnte "sicherlich ein mögliches Resultat der strafferen Geldpolitik sein", so der Notenbank-Chef. Zudem würden und auch die tieferen Ölpreise als Zeichen einer wirtschaftlichen Abschwächung interpretiert. Damit dürften die Konjunkturzahlen derzeit weiterhin die stärksten Impulsgeber bleiben, heisst es am Markt. Auf dem Programm stehen am Berichtstag beidseits des Atlantiks Einkaufsmanagerindizes.

Der SMI büsst um 09.20 Uhr 0,87 Prozent auf 10'436,58 Punkte ein. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind, fällt um 1,07 Prozent auf 1602,35 und der breite SPI um 0,92 Prozent auf 13'451,01 Zähler. Alle 30 SLI-Werte geben nach.

Angeführt werden die Verlierer von Wachstumswerten Straumann, AMS Osram, Sika und Lonza sowie den Finanztiteln Julius Bär und Swiss Life, die sich um 2,6 bis 1,1 Prozent abschwächen.

Die Papiere von Temenos (-1,0%) geben nach dem Kursgewinn vom Vortag (+3,3%) nach. Händler sprechen von Gewinnmitnahmen und erwähnen die Übernahmegerüchte, die den Aktien des Softwarehauses am Vortag zu einem Kursplus (+3,3%) verholfen hatten. Diesmal sollen die Abu Dhabi Investment Authority und das Canadian Pension Plan Investment Board Gespräche mit Investmentfirmen über den Kauf von Temenos geführt haben.

Die Schwergewichte Nestlé (-0,3%) und Roche (-1,1%), die dem Markt am Vortag noch zu einem Plus verholfen hatten, geben ebenfalls nach. Novartis ermässigen sich um 0,4 Prozent. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat die Krebs-Kombinationstherapie Tafinlar plus Mekinist von Novartis zugelassen.

Auch die Grossbanken CS (-1,8%) und UBS (-0,7%) sind tiefer. Händler erwähnen Konjunktursorgen, rückläufige Gebühren und sinkende Kommissionen im Wertschriftengeschäft.

Auf den hinteren Rängen fallen Cosmo (+4,1% auf 45,80 Fr.) positiv auf. Credit Suisse hat die Bewertung für die Aktien des Pharmaunternehmens nach der Übernahme von Cassiopea mit "Outperform" und einem Kursziel von 64 Franken wieder aufgenommen.

Carlo Gavazzi steigen nach Zahlen um 3,5 Prozent.

pre/tv