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Swissmem: Sicherheit - ein Topthema für die Schweiz und ihre Industrie
Zürich (ots) - Unter dem Titel "Im Fadenkreuz - Sicherheit und Resilienz für
Industrie und Gesellschaft" fand heute der 15. Swissmem-Industrietag in THE HALL
in Dübendorf statt. Mehr als 800 Personen aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung
und Forschung nahmen daran teil. Prominente Persönlichkeiten, wie z.B. Bundesrat
Ueli Maurer, der ehemalige NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen und
Swissmem Präsident Martin Hirzel, äusserten sich zur sicherheitspolitischen Lage
der Schweiz und Europas sowie zur Bedeutung der Sicherheit in Industriefirmen
angesichts zunehmender physischer und digitaler Angriffe.

Der ehemalige NATO-Generalsekretär und Premierminister Dänemarks Anders Fogh
Rasmussen eröffnete den Anlass und präsentierte seine Analyse zur
Sicherheitslage in Europa. Für ihn ist klar: "Kurzfristig ist eine Zunahme der
Spannungen zwischen Autokratien und Demokratien unvermeidlich." An die
Unternehmerinnen und Unternehmer gerichtet meinte er: "Im Jahr 2022 braucht
jedes grosse Unternehmen seinen eigenen Aussenminister. Nur wenn Sie die
geopolitischen Risiken verstehen, können Sie Ihren Konkurrenten einen Schritt
voraus sein." Ähnlich drückte sich Philippe Amon, Präsident und CEO Sicpa, aus:
"Die globale strategische Dynamik wird zunehmend aggressiver. Der wahre Erfolg
liegt in unserer Fähigkeit, vorausschauend zu handeln."

Auch Martin Hirzel, Präsident Swissmem, äusserte sich zur Sicherheitspolitik:
"Schon seit Jahren stellen wir in verschiedenen Staaten eine Rückkehr zu
Protektionismus, Nationalismus und Militarismus fest. International gewinnt das
Recht des Stärkeren immer mehr die Oberhand. Für Kleinstaaten wie die Schweiz
ist das besonders ungemütlich. In meinen Augen ist es höchste Zeit, dass sich
die Schweiz wieder verstärkt für ein auf Völkerrecht, Multilateralismus,
Kooperation und Handel basierendes internationales System einsetzt."

Bundesrat Ueli Maurer, Vorsteher des Eidgenössischen Finanzdepartements, welches
für das Thema die Cybersicherheit beim Bund zuständig ist, betonte:
"Cybersicherheit ist in der Politik über die Parteigrenzen hinweg gut
abgestützt."

Schweizer MEM-Firmen sind Ziel zahlreicher Angriffe

Im Zeitalter der Digitalisierung bieten Industriebetriebe für Cyberkriminelle
besonders grosse Angriffsflächen. Cyberattacken, aber auch physische Angriffe,
sind heute eine konstante Bedrohung. Martin Hirzel präsentierte am Industrietag
die Ergebnisse einer Umfrage unter Swissmem Mitgliedfirmen, die in
Zusammenarbeit mit dem Institut für Strafrecht und Kriminologie der Universität
Bern durchgeführt wurde. Sie zeigen deutlich, dass Angriffe jedes Unternehmen
unabhängig seiner Grösse treffen kann. Das Schadenspotenzial ist enorm und kann
im Extremfall die Existenz einer Firma gefährden. Entsprechend ist die
Sensibilisierung zu diesen Risiken in den Swissmem Mitgliedfirmen hoch. In fast
allen Betrieben werden gezielt Massnahmen umgesetzt. Sie haben dazu geführt,
dass 82 Prozent der als sehr schwerwiegend eingestuften Angriffe keine Folgen
hatten oder diese kurzfristig behebbar waren. Martin Hirzel, Präsident Swissmem,
zieht daraus folgendes Fazit: "Ich bin froh, dass innerhalb der Swissmem
Mitgliedschaft eine hohe Sensibilisierung zu Cyberangriffen und physischen
Bedrohungen besteht. Die Aufmerksamkeit darf jedoch nicht nachlassen. Jeder
Betrieb muss technologisch und organisatorisch stets vorbereitet sein, um solche
Attacken abwehren zu können."

An einem Podiumsgespräch schilderten Irina Leutwyler, CEO WESCO AG, Barend
Fruithof, CEO Aebi Schmidt AG und Andrea Roth, CEO Geobrugg AG, ihre Erlebnisse
und Erkenntnisse aus Angriffen auf ihre Firmen. Stellvertretend für alle stützte
Irina Leutwyler die Aussage des Swissmem Präsidenten: "Wir sind dauernd dabei,
uns für den nächsten Angriff zu wappnen. Denn der wird kommen!"

Abgerundet wurde der Industrietag mit einem Podium bestehend aus Nationalrätin
Maja Riniker (FDP), Nationalrätin Edith Graf-Litscher (SP), Nationalrat Franz
Grüter (SVP) und Nationalrat Gerhard Andrey (GRÜNE).

Pressekontakt:

Weitere Auskünfte erteilen:

Jonas Lang, Stv. Leiter Kommunikation
Telefon +41 44 384 48 33 / Mobil +41 79 777 41 36
E-Mail: mailto:[email protected]

Philippe Cordonier, Responsable Suisse romande
Tel. +41 21 613 35 85 / Mobile +41 79 644 46 77
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