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Über 2700 Affenpocken-Fälle in Europa - 52 in der Schweiz

Kopenhagen (awp/sda/dpa) - Die führenden Gesundheitsorganisationen in Europa haben mittlerweile insgesamt 2746 Fälle von Affenpocken aus 29 europäischen Ländern und Regionen identifiziert. In der Schweiz wurden dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) bis am Donnerstag 52 Fälle gemeldet.

Innerhalb der letzten 24 Stunden stieg die Zahl der bestätigten Fälle in der Schweiz um sechs, seit Montag sind zwölf neue Fälle aufgetaucht, wie am Donnerstag der entsprechenden Webseite des BAG zu entnehmen war.

Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC und das Regionalbüro Europa der Weltgesundheitsorganisation WHO schrieben in einer gemeinsamen Analyse zum Ausbruch, 1799 Fälle seien dem europäischen Überwachungssystem Tessy gemeldet worden, 1796 davon seien von Laboren bestätigt worden.

Wie aus den Daten hervorgeht, handelt es sich bei fast allen bestätigten Fällen um Männer, rund 44 Prozent der Erkrankten waren zwischen 31 und 40 Jahren alt. Sterbefälle seien bislang noch nicht gemeldet worden.

Angesichts der wachsenden Zahl von Affenpocken-Meldungen aus Dutzenden Ländern hatte die WHO für den Donnerstag ihren Notfallausschuss einberufen. Der Rat besteht aus rund einem Dutzend unabhängigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus aller Welt, die sich mit dem Affenpockenvirus besonders gut auskennen.

Sie beraten per Video-Schaltung. Die Fachleute prüfen bisherige Erkenntnisse und das Risiko einer grösseren Bedrohung, und sie formulieren Empfehlungen für Gesundheitsbehörden.