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Aktien Schweiz Vorbörse: Konjunktursorgen dürften für tiefere Kurse sorgen

Zürich (awp) - Am Schweizer Aktienmarkt dürfte es zur Wochenmitte erneut abwärts gehen. Den negativen Vorgaben aus den USA und Asien werde sich die Schweiz wohl nicht entziehen können, heisst es am Markt. In den USA hatte der unerwartet starke Rückgang des Konsumentenvertrauens auf den tiefsten Stand seit 2013 die Konjunktursorgen verstärkt und breite Kursabschläge ausgelöst. Dabei standen einmal mehr die Wachstumswerte besonders unter Druck. Zusätzlich schürte ein Anstieg der Rohöl- und Gaspreise die Inflationsängste, was die Verluste noch verstärkte.

Der Rückgang des US-Konsumentenvertrauen war deutlich stärker ausgefallen, als erwartet worden war. Dies sei besonders enttäuschend, denn der Konsum gilt als das Rückgrat der US-Wirtschaft. Sollte der Konsum weiter nachgeben, wäre dies ein klares Zeichen dafür, dass die USA auf eine Rezession zusteuern, heisst es in einem Kommentar. So steht der revidierte Wachstumsausblick der Experten der Credit Suisse nun "an der Klippe zur Rezession". Hinweise auf den Zustand der Wirtschaft in Europa werden am heutigen Mittwoch vor allem von den Inflationszahlen aus Deutschland und in der Schweiz vom CS-CFA-Index erwartet.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete SMI notiert gegen 8.15 Uhr um 0,75 Prozent tiefer bei 10'728,28 Punkten. Alle SMI-Titel werden zur Eröffnung niedriger erwartet. Dabei erstrecken sich die Einbussen auf -0,5 Prozent für SGS bis -1,4 Prozent für Credit Suisse. Am Vortag hatte der Leitindex bereits 0,89 Prozent eingebüsst.

Credit Suisse (-1,4%) hatte sich am Vortag an einem Investorenanlass um das Vertrauen der Börsianer bemüht. Die Grossbank sieht sich demnach auf gutem Weg, die Kostenziele zu erfüllen. Fortschritte sieht die Bank auch im Bereich Compliance und Risikomanagement. Auch Rivalin UBS (-1,0%) und Temenos (-0,8%) werden klar tiefer indiziert.

Schwächer gestellt sind Technologiewerte wie Logitech (-1,3%), VAT (-1,5%), Comet (-1,5%) und Inficon (-1,5%). Zum einen belasten die negativen Vorgaben der US-Mitbewerber. Zum anderen hat UBS für VAT und Comet und die Bank Vontobel für Inficon das Kursziel gesenkt.

Givaudan (-1,0% auf 3283 Fr.) leidet unter einem Kommentar von Jefferies, der im Vorfeld der Semesterzahlen das Kursziel auf 3000 von 3300 Franken gesenkt hat.

Swisscom werden um 0,8 Prozent tiefer gestellt. JPMorgan hat das Rating auf "Neutral" von "Overweight" abgestuft.

pre/rw