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Aktien Asien/Pazifik: Steigende Kurse - südkoreanische Börse sehr fest

TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI/SYDNEY (awp international) - Die Aktienmärkte in Fernost haben am Donnerstag wieder zugelegt. Dabei hinkten die chinesischen Börsen erneut hinterher. Deutlich nach oben ging es dagegen in Südkorea.

Die asiatischen Aktienmärkte hätten sich weniger an den überschaubaren Gewinnen der Wall Street als am Rutsch der Ölpreise am Vortag orientiert, stellte Analyst Jeffrey Halley vom Broker Oanda fest. Japan habe als Exportland zudem von der Schwäche des Yen profitiert. Die US-Notenbank hatte angesichts der hohen Inflation weitere, grössere Zinserhöhungen in Aussicht gestellt. Es sei künftig eine "noch restriktivere Geldpolitik" möglich, ging aus dem Sitzungsprotokoll des geldpolitischen Ausschusses hervor. Damit dürfte die Stärke des Dollar zum Yen anhalten. Der japanische Nikkei 225 schloss mit einem Plus von 1,47 Prozent bei 26 490,53 Punkten.

Noch stärker stiegen die Kurse in Südkorea. Die Marktstrategen der Deutschen Bank verwiesen auf günstige Nachrichten von Samsung . Dank der anhaltend starken Chip-Nachfrage hatte der Elektronikriese im zweiten Quartal hohe Zuwächse verzeichnet. In seinem Ergebnisausblick für den Zeitraum April bis Juni geht der Weltmarktführer bei Speicherchips, Smartphones und Fernsehern von einem Anstieg des operativen Gewinns um 11,4 Prozent aus. Samsung kletterten um über drei Prozent.

In Australien zeigte sich der S&P/ASX 200 mit 0,81 Prozent auf 6648 Punkte etwas verhaltener, nachdem der Handelsbilanzüberschuss ein Rekordniveau erreicht hatte. Damit bestehe für das Bruttoinlandsprodukt des Landes Aufwärtspotenzial, so Halley. Dies liefere der Notenbank jedoch einen weiteren Grund, an der Zinsschraube zu drehen.

An den chinesischen Börsen war die Entwicklung noch verhaltener. Der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Unternehmen des chinesischen Festlands zog um 0,47 Prozent auf 4444,64 Zähler an, während der Hang-Seng-Index in Hongkong zuletzt kaum verändert mit 21 574,52 Punkten notierte. Die günstigen Signale vom Ölpreis seien durch Sorgen über verstärkte Corona-Restriktionen in wichtigen Regionen des Landes überlagert worden, begründete Halley die Entwicklung./mf/stk